Arthur Duss, leistet schon ca. 30 Jahre Winterdienst auf dem Menzberg.
Die Winterzeit ist eingetroffen und in den höheren Lagen schneit es immer wieder. Im Radio hören wir ständig, die Schneefallgrenze sei auf 600 m. ü. M. gesunken, irgendwo sei eine Strasse wegen eines Unfalls gesperrt... aber es ist für uns alle selbstverständlich, dass wir nach der Arbeit mehr oder weniger ohne Probleme wieder nach Hause kommen. Nicht ganz so war es vor nicht mehr als 30 Jahren.
Auf dem Menzberg, 1000 m. ü. M., wurden die früher noch viel grösseren Schneemengen mit einem Pferdegespann und Holzpflug geräumt. Arthur Duss, der seit ca. 1980 den Winterdienst auf dem Menzberg leistet, erklärte genau, wie früher die Strasse von Menznau bis zum Menzberg vom Schnee geräumt wurde. Es wurden vier Pferde vor einen Schneepflug aus Holz gespannt. Dieser Pflug hatte die Form eines Dreiecks, auf dem ca. 6 Männer sassen, damit der Pflug genügend Gewicht auf den Boden brachte. Diese Männer hatten alle Schneeschaufeln dabei. Mit diesen wurde zusätzlich noch Schnee beiseite geschaufelt. Zwischendurch brauchte man eine Wärmung durch heissen Kaffee. Bei den Nebenstrassen zu den Teils sehr abgelegenen Höfen wurde der Schnee oft gar nicht geräumt. Es ist aber auch zu beachten, dass zu dieser Zeit noch lange nicht alle Bewohner ein Auto besassen. Oft war man im Winter zu Fuss unterwegs, oder mit dem Pferd. Als die Motorisierung vermehrt zunahm, sind auch die Ansprüche an die Schneeräumung gestiegen. Da Arthur Duss einer der ersten Traktorbesitzer auf dem Menzberg war, übernahm er diese Tätigkeit als Schneeräumer. Die ersten Traktoren, welche er besass, waren aber dieser äussert starken Belastung nicht gewachsen. Ständig war das Getriebe defekt. Oder er blieb mit dem Traktor in einer Schneewächte stecken.
Die Traktoren waren früher noch nicht mit einer geschlossenen Kabine ausgestattet. Arthur trug dann einen warmen Mantel mit Kappe. Nach einer Weile war er hinter dem Steuer völlig eingeschneit und sah aus wie ein fahrender Schneemann. Der Pflug konnte er noch nicht von der Kabine aus nach links oder rechts verstellen. Er musste vom Traktor absteigen und von Hand den Pflug in die richtige Position stellen. Als Arthur den „Ford 7810“ erworben hatte, war für ihn vieles einfacher. Genügend Leistung, 120 PS, und eine geschlossene warme Kabine mit einer Pflugbetätigung von der Kabine aus. Es sei eine schöne Arbeit, meinte Arthur. Oft muss er früh am Morgen los und dies mehrmals täglich, aber da er weiss, dass seine Arbeit geschätzt wird, macht ihm diese Arbeit Freude. Sein Sohn, Arthur jun. löst in zwischendurch ab. Das Einsatzgebiet von Arthur beinhaltet die Strecke von der Waldegg bis zum Dorf Menzberg, die Sperbelegg, dann das ganze Dorf, die Strecke Richtung Bergbühl, Rengg, Rossweid, Hoggen, Unter-Dotzenberg und die Waldeggstrasse bis ins Tal (Höll, Hübeli). Arthur weiss genau, wo sich die kritischen und exponierten Stellen mit den hohen Wächten befinden und auch wer ungefähr zur welchen Zeit am Morgen früh los muss. Diese Kenntnisse verdankt er seiner langjährigen Erfahrung, denn es sind nun ungefähr 30 Jahre regelmässiger Winterdienst, der Arthur Duss bisher geleistet hat.