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Juni  06|2010 

Das Norovirus machete in Menznau nicht halt

3 Dörfer im Bild

Bericht von Peter Haas
Das einzige Heim in der Gemeinde ist das Alters- und Pflegeheim Weiermatte. In diesem ist vor kurzem das Norovirus ausgebrochen.
Das Heim
Auch das Altersheim wurde leider nicht vom Norovirus verschont
Das Heim steht seit gut 20 Jahren in der Weiermatte. Die erste Anstalt war das „Muserhus“ für Frauen und das „Dunerhus“ oder „Schreinerhus“ für Männer, heute Ober- und Unterrüdel. Bis 1883 und 1884 waren diese beiden Anstalten vorhanden. 1919 war der Bau der Anstalt Elsenau. 1938 brannte das Dachgeschoss. Nach diesem Brand bezog man bis 1989 eine damals neue Anstalt. Am 29.11.89 war es dann soweit und das heutige Alters- und Pflegeheim Weiermatte war einzugsbereit. Dieses Heim hat heute 59 Betten auf 3 Etagen, welche von den Bewohnern genutzt werden. Diese Betten werden aber nicht nur von Leuten aus der Gemeinde Menznau gebraucht, sondern auch von ortsfremden und ausserkantonalen Gästen. So knüpft man im Heim enge Kontakte, dies aber nicht nur zwischen Bewohnern, sondern auch zwischen dem Personal. Zwischen dem Personal und den Bewohnern kommt es nicht selten vor, dass man eine fast familiäre Beziehung aufbaut. Viele sehen einander ja täglich.
Zum Norovirus im Heim
Das Heim Weiermatte war dieses Jahr gleich zweimal von diesem Virus befallen. Mitte März dieses Jahres kam es zum ersten Fall. Man unterband diesen Virus dann aber so schnell es ging und Ende März konnte man schon wieder sagen das Heim sei virusfrei. Doch bei diesem einen Mal blieb es nicht. Mitte April erkrankte dann wieder jemand am Norovirus und diesmal beschloss die Heimleitung das Heim für zwei Wochen zu schliessen. Denn eine grosse Menschen-menge steigert das Risiko der Ansteckung. In dieser Zeit durfte niemand vom Heim raus und niemand von aussen ins Heim rein. Sogar für die Bewohner des Blockes neben dem Heim, welche ins Heim essen gehen, wurde ein eigener Raum zur Verfügung gestellt, so dass diese nicht in Kontakt mit den Heimbewohnern kamen. Die nicht infiszierten Bewohner assen wie sonst auch ihr Essen im Esssaal. Den infizierten Bewohnern wurde das Essen auf das Zimmer gebracht; diese standen unter Quarantäne. Doch auch das Personal musste sich der neuen Situation anpassen. So kam es zu mehreren Infositzungen und  das Personal durfte nur mit Schutzkleidung im Heim arbeiten. Während dieser Schliessung musste auch ein stärkeres Desinfektionsmittel gebraucht werden. Man hatte für verschiedene Orte im Zimmer, zum Beispiel Türklinken verschiedene Putzmittel. Sogar das Personal trug während dieser Zeit immer ein Fläschchen des Desinfektionsmittel mit sich herum, so dass sie sich jeder Zeit die Hände desinfizieren konnten. Für die Bewohner war dies nicht nur wegen des Viruses eine schwierige Zeit, sondern auch darum, weil die Angehörigen sie nicht besuchen durften. Die Leitung des Heimes versandte bei der Schliessung des Heimes allen Angehörigen einen Infobrief, in welchem sie alles erklärten. Dieser Brief fand bei allen viel Verständnis, was dem Heim sehr viel bedeutete, denn so konnte man sich auf das eigentliche Problem konzentrieren. Zum Beispiel mussten auch Veranstaltungen abgesagt werden, da sonst die Gefahr bestanden hätte, dass das Virus wieder „eingeschleipft“ worden wäre.  Nach 20 intensiven Tagen, konnten die Verantwortlichen dann aber das Heim wieder öffnen, und die Bewohner konnten wieder ihrem gewohnten Alltag nachgehen.

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