Januar 01|2010Endlich WeihnachtenKolumnevon Matthias SetzWann hat es bei uns eigentlich zum letzten Mal so richtig weisse Weihnachten gegeben? Die letzte weiße Märchenweihnacht liegt wohl schon gut und gerne fünf Jahre zurück. Manchmal hatte Petrus erbarmen und machte am Nachmittag des 24. aus dem Regen ein bisschen nasse Flocken. Diese Tatsache ist natürlich neben dem vielen Essen ein gefundenes Fressen für die Klimapessimisten in der Familie und findet seinen Niederschlag in den zahlreichen Nachweihnachtsgesprä-chen. Die Erderwärmung! Sie lässt die Polkappen und Gletscher schmelzen – all die lieben Klischees, wie weisse Weihnachten, Schneeflocken und Santa Claus werden weggeschwemmt. In Zukunft heisst es wohl grüne Weihnacht oder Green Christmas. Vielleicht gar nicht mal schlecht dieser Ausdruck: gerade an Weihnachten – in der Zeit der Besinnung schlechthin – wäre es doch angebracht, sich wieder einmal vor Augen zu führen, wie gut es uns eigentlich geht und was man alles tun könnte, um unser vergängliches Ökosystem für die kommenden Generationen zu erhalten. Januar 01/2010Was geschah in Menznau vor 100 Jahrenaktuellvon Beno (Alfred) BühlerFertigungen / Handänderungen
Januar 01|2010Bericht von Sabina Gohl3 Dörfer im Bildvon Sabina GohlDie Winterzeit ist eingetroffen und in den höheren Lagen schneit es immer wieder. Im Radio hören wir ständig, die Schneefallgrenze sei auf 600 m. ü. M. gesunken, irgendwo sei eine Strasse wegen eines Unfalls gesperrt... aber es ist für uns alle selbstverständlich, dass wir nach der Arbeit mehr oder weniger ohne Probleme wieder nach Hause kommen. Nicht ganz so war es vor nicht mehr als 30 Jahren.Auf dem Menzberg, 1000 m. ü. M., wurden die früher noch viel grösseren Schneemengen mit einem Pferdegespann und Holzpflug geräumt. Arthur Duss, der seit ca. 1980 den Winterdienst auf dem Menzberg leistet, erklärte genau, wie früher die Strasse von Menznau bis zum Menzberg vom Schnee geräumt wurde. Es wurden vier Pferde vor einen Schneepflug aus Holz gespannt. Dieser Pflug hatte die Form eines Dreiecks, auf dem ca. 6 Männer sassen, damit der Pflug genügend Gewicht auf den Boden brachte. Diese Männer hatten alle Schneeschaufeln dabei. Mit diesen wurde zusätzlich noch Schnee beiseite geschaufelt. Zwischendurch brauchte man eine Wärmung durch heissen Kaffee. Bei den Nebenstrassen zu den Teils sehr abgelegenen Höfen wurde der Schnee oft gar nicht geräumt. Es ist aber auch zu beachten, dass zu dieser Zeit noch lange nicht alle Bewohner ein Auto besassen. Oft war man im Winter zu Fuss unterwegs, oder mit dem Pferd. Als die Motorisierung vermehrt zunahm, sind auch die Ansprüche an die Schneeräumung gestiegen. Da Arthur Duss einer der ersten Traktorbesitzer auf dem Menzberg war, übernahm er diese Tätigkeit als Schneeräumer. Die ersten Traktoren, welche er besass, waren aber dieser äussert starken Belastung nicht gewachsen. Ständig war das Getriebe defekt. Oder er blieb mit dem Traktor in einer Schneewächte stecken. |
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