Dezember 12/2010Hang Loose geben ihr ComebackDrei Dörfer vor JahrenBericht von Elias VogelEs war im Jahre 1991 als sich ein paar junge Menznauer entschlossen gemeinsam die Band Hang Loose zu gründen. Es folgten sieben Albums und unzählige Auftritte in der Schweiz, Deutschland, Finnland und sogar in den USA. Vor acht Jahren stand die Bandgeschichte vor dem Ende, sodass sich alle Bandmitglieder anderen musikalischen Projekten widmeten. Nun gibt Hang Loose ihr Comeback und der Schlagzeuger Pädu Ziswiler ging mit der 3dp mit auf eine musikalische Zeitreise.Als die Band 1991 gegründet wurden hätte wohl niemand geahnt, dass die Band sieben Alben produzieren und ihr Bekanntheitsgrad bis nach Amerika reichen würde. Othmar Brügger, Gitarre (später Mexx Wuhrmann, heute noch
dabei), Tony Stöckli, Keyboard, Dany Kirchhofer, Bass, Roger Zeller, Vocals und Pädu Ziswiler am Schlagzeug. Dies sind die Namen der Menznauer Erfolgsband Hang Loose. Es ist nicht überhörbar, dass Bands wie Le Zeppelin, Rolling Stones AC/DC die Musikentwicklung die Band inspiriert haben. Songs wie "Turn on your Radio", "Sandy Beach" oder "Everyting I got" zeigen jedoch, dass die Band trotz dieser Inspirationsquelle anderer Musikern einen eigenen Stil entwickelt hat.
Der Traum vom Profischlagzeuger Pädu Ziswiler gibt am Schlagzeug den Takt an und dies in den vergangenen Jahren in rund 60 Bands als Tourneeschlagzeuger. Aufgewachsen ist er am Soppensee in Geiss. Schon sein Vater war ein leidenschaftlicher Schlagzeuger, der in einer Tanzband spielte. Dezember 12/2010Konzert und Theater Jodlerklub Bergfriede MenznauStimmungsvolle Jodlergesänge und amüsante TheaterszenenBericht von Luzia MahnigDer Jodlerklub Bergfriede Menznau zeigte unter der Leitung von Heidi Odermatt ein schönes und abwechslungsreiches Konzert. Beim anschliessenden Theater „D’Chrüter-Rosa üebt Rach“ durfte herzhaft gelacht werden.Die erste Aufführung des diesjährigen Jahreskonzertes vom Jodlerklub Bergfriede Menznau fand am 20. November statt. Die Besucher kamen von Anfang an in den Genuss von wunderschönen Jodlerklängen. Mit dem Lied „Jödele-Bödele“ von Hans W. Schneller startete das Konzert fröhlich in den Abend. Auch mit dem „Dachdecker-Juitz“ brachten die Menznauer Jodler und Jodlerinnen eine freudige und unterhaltsame Stimmung in die Rickenhalle. Nachdenklicher wurde es beim Lied „Mach d’Auge uf“ von Göpf Lehmann und Nelly Messerli. Die Besucher wurden dabei aufgefordert, auch in schweren Zeiten das Schöne dieser Welt nicht zu übersehen. Dezember 12/2010Seide aus MenznauBrigitte und Sepp Spengeler züchten SeidenraupenBericht von Irene ReisSeit kurzem betreibt die Familie Spengeler vom Hiltikon einen neuen Landwirtschaftszweig. Sie züchten Seidenraupen. Die Kleinen Dinger produzieren Grosses: hochwertige Seide.Von der Raupe zum Kokon zum Seidenfaden zur Krawatte oder Halstuch oder Kleid. Dieser gesamte Ablauf kann seit Kurzem wieder vollständig in der Schweiz vonstatten gehen. Die Familie Spengeler aus Menznau ist in diesen Prozess eingebunden. Sie haben in einem ersten Versuch 145 Raupen gezüchtet und dadurch 135 Seidenkokos gewonnen. Für die Fütterung der Tiere haben sie 100 Maulbeerbäume gepflanzt. Auf dem Hiltikon befindet sich somit die erste Maulbeerbaum-Plantage des Kantons Luzern. Mit zunehmendem Wachstum der Bäume können Sie immer mehr Seidenraupen aufziehen. Nächstes Jahr sollen es bereits 1000 Raupen sein. Die Zucht Die Seidenraupenzucht begann für die Familie Spengeler wie für die anderen Produzenten in der Schweiz mit dem Erhalt der Eier. Die Eier sind kleiner als ein Nadelkopf und können im Kühlschrank aufbewahrt werden, bis man sie zur Zucht benötigt. Werden sie an einem warmen Ort gebracht, schlüpfen die Raupen nach rund zehn Tagen. Diese werden während 30 Tagen herangezogen indem sie regelmässig mit den Blättern des Maulbeerbaums gefüttert und unter bei einer bestimmten, konstanten Luftfeuchtigkeit und Temperatur gehalten werden. Nach dieser Zeit verpuppen sie sich in einen Kokon. Die Kokons haben verschiedenste Farben, je nach Raupenart. Der Faden,
welcher daraus gewonnen wird ist allerdings immer weiss und bis zu 3000 Meter lang. Brigitte Spengeler erklärt, man müsse schon Freude an den kleinen Tierchen haben, denn die Arbeit ist zeitintensiv und erfordert viel Fingerspitzengefühl. Zur Seidenraupenzucht ist die Familie Spengeler durch den Verein Swiss Silk gekommen. Seit Mitte 2009 besteht dieser Verein im Bestreben, die Seidenproduktion in der Schweiz wieder aufleben zu lassen und dadurch in der Landwirtschaft Nebeneinkommen zu ermöglichen. Der Verein hat bereits 80 Mitglieder wovon sich fünf Bauern aktiv mit der Raupenzucht befassen und 10 weitere erste Maulbeerbäume anpflanzen. Bis vor 100 Jahren war die Seidenraupenproduktion in der Schweiz ein bedeutender Wirtschaftszweig, welcher dann zu einem Halt kam. Die Seide wurde importiert und das Wissen um die Zucht ging verloren. Dies will der Verein wieder ändern. Dezember 12|2010Wie heizen Sie?DörferplatzBericht von Luzia Mahnig
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