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Februar 02|2011

Schweizer Emmentaler in Südamerika

Unbekannte Bekannte

Bericht von Luzia Mahnig
Seit zwölf Jahren lebt Peter Stampfli in Südamerika. In Bolivien arbeitet der gebürtige Geisser als Käser. Nun errichtet er eine neue Käserei. Um ihm beim Neubau zu helfen, sind 13 Handwerker aus der Gemeinde Menznau nach Bolivien gereist.

Das Heim
Im Jahr 1999 verliess Peter Stampfli (42) Geiss, um Südamerika kennenzulernen. In Bolivien fand er einen Job als Käser bei der Schweizer Entwicklungshilfe. Durch diese Stelle erhielt er einen guten Einblick in die Kultur des Landes und die Mentalität der Bevölkerung.
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Gruppenfoto des Bautrupps: hinten, vlnr: zwei einheimische Bauarbeiter, Patrick Marti, Alfred Bossard, Alois Schaerli, Erwin Brunner, Manuel Egli, Leo Hofmann, Jakob Stirnimann, Josef Kurmann
unten vlnr: Rene Wermelinger, Marco Gloggner, Patrick Wicki, Fredy Matter, Steffi Wermelinger
Das Leben in Bolivien unterscheidet sich stark von demjenigen in der Schweiz. Bolivien ist eines der ärmsten Länder Südamerikas. Der grösste Teil der Bevölkerung verdient nur knapp genug um den eigenen Lebensunterhalt zu decken. So bleibt kaum Geld für Freizeitvergnügen wie Reisen, Kino- und Restaurantbesuche. Dafür trifft man sich in der Freizeit oft mit Freunden auf der Plaza. Dieses unkomplizierte Leben gefällt Peter Stampfli, obwohl er sich als Schweizer zuerst an die Gelassenheit der Bolivianer gewöhnen musste. So hat er schnell gelernt, dass Pünktlichkeit nicht so genau genommen wird. Bei einer Einladung zu einem Geburtstag trifft man am Besten erst zwei Stunden nach vereinbarter Zeit ein, um nicht vor dem Geburtstagskind an der Party zu erscheinen.

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Februar 02|2011

Oberst Stefan- Anton Haas

Erster Oberst und letzter Sektionschef von Menznau

Bericht von Peter Haas
Stefan Haas wurde am 01. Januar 2011 offiziell zum gegenwärtig jüngsten Oberst (mit 42 Jahren) der Schweizer Armee von Bundesrat Ueli Maurer befördert.

Vom 01. Januar 1998 bis 01. Januar 2009 war Stefan Haas als Sektionschef der Gemeinde Menznau und als stellvertretender Kreiskommandant im Kanton Luzern tätig. Dies bis die Funktion Sektionschef nach mehr als 100 Jahren offiziell im Kanton Luzern abgeschafft wurde. Als Sektionschef war Stefan Haas für die Administration aller Wehrmänner der Gemeinde Menznau verantwortlich. Dies hiess im Speziellen, dass er die Erfassung der 18 Jährigen für die Aushebung mitorganisierte, WK-Verschiebungen koordinierte, Wohnortswechsel und Auslands Urlaube registrierte und Entlassungsinspektionen plante. Zudem war er OK-Präsident der Entlassungsinspektion im Jahr 2000 in Menznau.

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Oberst Stefan Haas
Stefan Haas absolvierte eine lange militärische Laufbahn bis er Oberst wurde. Insgesamt benötigte er dazu weit über 1000 Diensttage. 1987 wurde er als Militärtrompeter ausgehoben. Als er den RS-Termin um ein Jahr verschieben musste, entschied er sich, die Motormechaniker RS in Thun zu absolvieren. Mitte RS wurde er mit "leichten Rückendruck" überzeugt "weiter zu machen". Die Unteroffziersschule besuchte er ebenfalls in der Motormechanikerschule in Thun. Aus 150 Aspiranten wurde er dann durch das Kommando der Motormechanikerschule mit 19 anderen Absolventen ausgewählt, die Weiterausbildung zum Offizier zu bestreiten. Als er dann den Korporal „abverdient“ hatte, fing er die Offiziersschule in Belp an. Diese musste er jedoch wegen einem Militärischen-Unfall kurzerhand abbrechen. Trotz dieses Unfalles wiederholte er die Offiziersschule noch einmal und schaffte den Abschluss als Leutnant. Mit diesem Abschluss wurde er dann am 01. Januar 1990 ins Baselland-Regiment 21 eingeteilt. Während den nächsten 15 Jahren absolvierte er weitere Ausbildungen und wurde zuerst zum Oberleutnant befördert, dann zum Hauptmann, Major und am 01. Januar 2005 zum Oberstleutnant in der Infanterie Brigade 4. Nach drei weiteren Jahren wurde er per 01. Januar 2008 in den Heeresstab der Schweizer Armee eingeteilt. Dort wurde er nach ca. zwei Jahren aus 200 Offizieren ausgewählt und zum Chef Nachschub/Rückschub (Ns/Rs) ernannt mit gleichzeitiger Beförderung zum Oberst.

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Februar 02|2011

Ein paar Fragen an den Gemeindepräsidenten

Adrian J. Duss-Kiener ist seit dem 1. Januar neu im Amt

Bericht von Sabina Gohl
Seit dem ersten Januar ist Adrian J. Duss- Kiener neu im Amt als Gemeindepräsiden- ten. Die 3dörferpost hat sich mit ihm getroffen und ihm einige Fragen gestellt:

3dp: Wie sieht dein Arbeitspensum als Ge- meindepräsident aus?
A. D.:Mein Pensum betragt zirka 30 bis 40%. Es sind jedoch nicht fixe Stunden, an denen ich hier im Gemeindehaus arbeite. Je nachdem was gerade anfällt. Sicher bin ich aber an drei Tagen im Büro, um die Post zu kontrollieren und Akten zu unterschreiben oder mich für die Sitzungen vorzubereiten.

3dp: Wie oft finden die Gemeinderatssitzungen statt?
A. D.:Die Sitzungen finden jeweils am ersten und dritten Donnerstag im Monat statt. Diese beginnen um 17 Uhr.

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Die 3dörferpost stellte dem neuen Gemeindepräsidenten Adrian J. Duss-Kiener einige Fragen.
3dp:Wie ist der Ablauf einer solchen Sitzung?
A. D.: Bis am Dienstag Mittag müssen alle Ge- schäftsfälle eingereicht werden. Die Traktan- denliste wird von der Gemeindeschreiberin Marlis Roos erstellt. Die einzelnen Traktanden werden nun von den Gemeinderäten ausgear- beitet, bzw. für die Sitzung vorbereitet. Die Ge- schäftsfälle, welche an der Sitzung bearbeitet werden müssen, sind nach Prioritäten gekenn- zeichnet. Es gibt A-Fälle, welche bereits „erledigt“ sind oder nur noch unterschrieben werden müssen. Dann gibt es die B-Fälle, über welche nun an den Sitzungen ausführlich dis- kutiert wird. Die C-Fälle sind allgemeine In- formationen. Bei Baubewilligungen kann es manchmal etwas länger dauern, da noch auf Bescheid von kantonalen Stellen abgewartet werden muss.

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Februar 02|2011

Wie erleben Sie den Valentinstag?

Dörferplatz

Bericht von Irene Reis und Luzia Mahnig
Lydia Zemp, Landwirtin, Menznau
Karin Lötscher, Floristin Blueme-Boutique Menznau
Hugo Eiholzer, Landgasthof Ochsen, Geiss
Den Valentinstag feiern wir nicht speziell. Ob ich meinem Mann dieses Jahr etwas schenken werde, entscheide ich spontan. Auf jeden Fall würde ich ihm ein Geschenk machen, das er gut brauchen kann und nicht nur etwas symbolisches wie zum Beispiel Pralinen. Über Geschenke am Valentinstag freue ich mich selbstverständlich. Es ist jedoch auch schön, unter dem Jahr spontan etwas geschenkt zu bekommen. Trotzdem ist es ein schöner Brauch, sich an einem besonderen Tag im Jahr etwas zu schenken. Bei Paaren, die sich schon lange kennen, geht es im Alltag möglicherweise vergessen, dem Partner zwischendurch eine Freude zu bereiten. So ist es gut, dass es einen speziellen Tag gibt, an dem man daran denkt, dem Partner etwas zu schenken. Durch meine Arbeit in der Blueme-Boutique komme ich am Valentinstag nicht vorbei. Bereits ein bis zwei Wochen zuvor beginnen wir mit den Vorbereitungen für diesen Tag. Die Gestecke dekorieren wir mit roten Blumen und Herzen. Auch unser Schaufenster richten wir speziell ein. Im Vergleich zu anderen Feiertagen ist der Valentinstag für unsere Boutique jedoch nicht so wichtig. Es sind vor allem jungen Männer, die ihren Partnerinnen an diesem Tag etwas schenken. Frauen und ältere Männer machen bei dieser Tradition weniger mit. Im Gegensatz dazu kaufen an Weihnachten oder am Muttertag fast alle Generationen Geschenke. Ich selber feiere den Valentinstag nicht speziell. Trotzdem freue ich mich, wenn ich an diesem Tag überrascht werde. Dass am Valentinstag im Restaurant mehr läuft, ist mir nie direkt aufgefallen. Da es in dem Sinn kein Feiertag ist, und man somit nicht frei hat, feiert man ihn einfach am Abend. Dieses Jahr ist er sowieso an einem Montag, da haben wir jeweils Ruhetag. Ansonsten wird doch eher mehr Wert auf den Hochzeitstag gelegt, weil er persönlicher ist. Auch am Muttertag oder am weissen Sonntag läuft bei uns mehr im Restaurant. Dort bereiten wir jeweils etwas Spezielles vor. Aber der Valentinstag ist für das Gastgewerbe, so denke ich, nicht der wichtigste Tag in der Agenda. Auch Privat feiern wir ihn nicht gross. Aber ein Blumenstrauss oder eine kleine Aufmerksamkeit gehört schon dazu.
 
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Februar 02|2011

Dieses Jahr nun wirklich!

Kolumne

Kolumne von Irene Reis
15 kg abnehmen, weniger Schokolade, mehr Sport, eine Fremdsprache lernen, früher für die Prüfung lernen, beim ersten Wecker-Klingeln aufstehen, nie wieder Rauchen... Aber diesmal wirklich! Das neue Jahr hat begonnen und der erste Monat ist schon bald wieder zu Ende. Dies ist eine gute Gelegenheit für eine erste Zwischenbilanz. Was ist aus unseren guten Vorsätzen geworden? Haben wir bereits den Weihnachtsspeck wieder runter? Und ein Fitnessabo gelöst? Und das Fitnessabo auch wirklich benutzt? Haben wir die Zigaretten bereits auf das Wochenende reduziert? Nein? Wir alle kennen sie, die Laster, die einen Tag für Tag und Jahr für Jahr verfolgen. Um sie loszuwerden, nützt auch ein Silvester nichts. Im Gegenteil, es gäbe keine schlechtere Ausrede, als die Laster dem alten Jahr zuzuschreiben.

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