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Nicht immer einfach
Die Aufgabe von Simon und Tobias ist insbesondere, technische Vorabklärungen zu machen. Der „Schrauber“ ist Dani Ryser selbst. Der Gitterrohrrahmen haben Simon und Tobias in einem CAD-Programm nachgebaut, damit sie Simulationen ausführen können. Sie berechnen z. B. wie sich bei einer Kurvenfahrt die Kräfte auf den Rahmen auswirken. Aber nicht nur den Rahmen spielt eine wichtige Rolle, auch kleine Details wie z. B. die Halterung der Gurten. Für eine Zulassung im Schweizer Strassenverkehr muss alles stimmen. Sie sind in regelmässigem Kontakt zum Strassenverkehrsamt und mit dem DTC (Dynamik-Testcenter) in der Nähe von Biel. Dieses Testcenter erstellt die Zertifikate, welche man wiederum für das Strassenverkehrsamt benötigt.

Der Aufwand für die Vorabklärungen ist enorm. Dazu kommt, dass nicht immer gleich alles so läuft, wie man es eigentlich gerne hätte. Der Hot Rod ist original mit seitlichen Auspuffanlagen ausgestattet. Das kann man in der Schweiz gleich vergessen. So etwas würde niemals bewilligt. Also müssen sie eine neue Anlage konstruieren. Original ist die Türe auf der „falschen“ Seite zu öffnen, d. h. sie ist von vorne zu öffnen. Auch das muss aus Sicherheitsgründen mit einem speziellen System versehen werden. Die Türe darf man nicht öffnen können, während dem das Auto fährt. Auch die Abgaswerte waren ein grosses Problem. Es musste für einen anderen Motor Ausschau gehalten werden. Der richtige Motor scheint nun aber gefunden zu sein – einen V8 Motor mit „nur“ 400 PS. Man bedenke, dass der Hot Rod ingesamt nur zirka 1000 kg schwer ist. Es gibt einen Spruch zu diesem Fahrzeug: „Dad was a Hot Rod – Mum was a Formula Car!“.

Die Diplom-Arbeit muss am 28. März abgegeben werden. Die ganze Arbeit im Zusammenhang mit dem Hot Rod ist schriftlich zu dokumentieren. Alle Abklärungen mit dem DTC in Biel oder mit dem Strassenverkehrsamt und alle Auswertungen der Tests sind schriftlich festgehalten.

Dani Ryser möchte nach der Typenprüfung dieses ersten Modells noch einige weitere Hot Rods zusammenbauen und geprüft verkaufen. Sein Ziel sind zwei bis drei Stück pro Jahr. Simon wurde von diesem Virus angesteckt. Für Simon und auch für sein Kollege Tobias ist es klar, dass die Arbeit mit dem Hot Rod nach dem Abschluss der Diplomarbeit aus persönlichem Interesse weitergeführt wird.

Hot Rod wird in Zell ausgestellt
Die Firma „Tuning Factory“ bekommt noch diesen Frühling einen neuen Standort in Zell. In einem Neubau, in der Nähe des Kreisels, wird er die Neueröffnung feiern – dort kann der Hot Rod bestaunt werden.