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Der turnerische Werdegang
Erst mit 15 Jahren hat er mit dem Turnen richtig begonnen. Durch den Vater ist er dazu gekommen. Er wollte an einem Wettkampf teilnehmen und hat sich während vier Wochen darauf vorbereitet. Bald wurde klar, dass er fürs Turnen talentiert war. Fortan trainierte er mit zwei Ruswiler Turnkollegen jeweils samstags in Wolhusen und zweimal pro Woche im alten Spritzenheim, meist alleine. Als sein Talent auch dort entdeckt wurde, wechselte er mit 17 Jahren zum Bürgerturnverein (BTV) Luzern. Dieser war damals Pionier im Gruppenturnen und Luzern als Hochburg für den Turnsport bekannt. Beim BTV Luzern holte er einige kantonale und eidgenössische Kränze im Kunstturnen und mit seiner Mannschaft zweimal den Schweizermeister Titel. Die Mannschaft mass sich in den Disziplinen Bodenturnen, Pferd-Pauschen, Ringe, Pferdesprung, Barren und Reck. Im Gegensatz zu vielen der heutigen Turnern trainierten sie in gleichem Mass alle Geräte und spezialisierten sich nicht auf eine Disziplin. Von 1965 bis 1968 liefen die Vorbereitungen für die Olympischen Spiele in Mexiko-Stadt. Zwei Jahre lang trainierte auch Bäni Banz im Schweizer Kader auf diese Olympischen Spiele hin, wobei er dann leider 1967 ausgeschieden ist und damit das Ziel „Olympische Spiele“ knapp verfehlte. Trotzdem nannte er diese Zeit als Bereicherung und als grosse Erfahrung.

Banz Bäni macht noch heute mühelos den Spagat.
1970 musste er das Wettkampfturnen aufgrund einer chronischen Schulterverletzung, welche nicht mehr vollständig heilte, aufgeben. Er turnte allerdings weiterhin beim BTV Luzern und nahm weiterhin an einigen Gymnaestradas, dem Weltturnfest teil. Dort boten Turnergruppen aus der ganzen Welt Vorführungen, ohne aber aneinander gemessen zu werden. In Gymnastik, Mini- und Doubletramp zeigte auch seine Gruppe Darbietungen. Die Gymnaestradas seien immer die schönsten Feste gewesen.
Am Turnen sieht Bäni Banz nur Positives: „Es ist eine gute Lebensschule. Man lernt durchzubeissen, an etwas hart zu arbeiten und dabei nicht aufzugeben. Man lernt auch zu Verlieren. Und auf der anderen Seite sieht man die eigenen Fortschritte.“ Doch das Beste seien die Freunde, die er dadurch gefunden habe und die ihm bis heute geblieben sind. Mit einem Freund aus dem BTV Luzern beispielsweise verabrede sich Bäni Banz seit 1967 einmal die Woche für den Ausgang.

Der Bewegungsmensch
Bis heute kann Bäni Banz nicht ohne die Bewegung sein. Dabei stammt dieser Bewegungsdrang aus seiner Familie. Bereits sein Vater hatte geturnt. So ist auch Bäni zum Turnen gekommen. Seine Mutter wurde 90 Jahre alt und war bis dahin immer flink auf den Beinen. Täglich habe sie für sich noch geturnt, um vital zu bleiben. Auch seine Schwestern sind sehr beweglich und turnen häufig. Das Turnen liegt daher in der Familie.
Bäni Banz hat nach seiner Zeit als aktiver Kunstturner nie mit dem Sport aufgehört. Bis heute ist er begeisterter Skifahrer und Bergwanderer. Daher fährt er im Sommer wie im Winter oft in die Berge. Auch das Biken und Schwimmen gehören zu seinen Lieblingsaktivitäten. Und indem er weiterhin viel Gymnastik betreibt, schafft der 68-jährige trotz operiertem Hüftgelenk noch heute den Spagat. Bäni Banz sagt, der Sport gäbe ihm Energie für den Alltag. Er könne dabei abschalten und zugleich seine Batterien aufladen. Und schlussendlich rät er: „Ich kann jedem empfehlen, sich sportlich zu betätigen. Denn der Sport spendet Lebensqualität.“